Verursachen Anti-Schuppen-Shampoos trockene Kopfhaut?

Häufig helfen Anti-Schuppen-Shampoos nicht oder schlimmer: sie führen zu noch mehr Schuppen. Zum einen liegt das daran, dass Schuppen-Shampoos in der Regel gegen fettige Schuppen entwickelt werden und somit nicht für die Anwendung bei trockenen Schuppen geeignet sind. Zum Anderen wird vielen der verwendeten Inhaltsstoffe gegen Pilze nachgesagt, sie würden die Kopfhaut austrocknen und zu Juckreiz führen oder sogar schwere Krankheiten verursachen.

Viele dieser Stoffe sind in konventionellen Anti-Schuppen-Shampoos der bekannten Marken enthalten. Die üblichen schädlichen Zusätze wie Silikone, Sulfate, Parabene und andere Ölderivate begünstigen dann die Aufnahme der Substanzen durch den Körper. Bei mir hat übrigens noch keines dieser Shampoos Erfolg gebracht.

Es folgt eine kleine Reise durch die Welt der Wirkstoffe von Anti-Schuppen-Shampoos.

Zink-Pyrithion

Zink-Pyrithion ist ein Fungizid, das nicht nur in Anti-Schuppen-Shampoos, sondern zum Beispiel auch in Wandfarbe gegen Schimmel zum Einsatz kommt. Schweden überlegt die Chemikalie als akut und chronisch wassergefährdent einzustufen. Außerdem steht Zink-Pyrithion im Verdacht reproduktionstoxisch zu wirken und somit Einfluss auf die Fortpflanzungsfähigkeit zu nehmen. (Öko Test) Bei der Anwendung von entsprechenden Shampoos können gegebenenfalls Hautausschläge und Entzündungen auftreten, diese führen natürlich auch zu starkem Juckreiz der Kopfhaut.

So erkennt ihr die Substanz auf der INCI-Liste: Zinc Pyrithione, Zinkpyrithion, Zink-Pyridinthion; 2-Pyridinthiol-1-oxid, Zinksalz, Pyridine-2-thiol-1-oxide, zinc complex (2:1)

Climbazol

Climbazol wirkt fungistatisch und hemmt somit das Wachstum von Malassezia Furfur, ein Hefepilz der im Zusammenhang mit der Bildung von fettigen Schuppen steht. Bei Climbazol handelt es sich um eine halogenorganische Verbindung mit starkem Eigengeruch, dieser kann aber von der Kosmetikindustrie relativ leicht mit Parfümölen überdeckt werden. Wird Climbazol vom Körper aufgenommen, kann es Chlorphenol abspalten, welches im Verdacht steht, krebserregend zu sein. Das Bundesministerium für Verbraucherschutz setzte im September 2007 eine EU Richtlinie zur gesetzlichen Beschränkung von Climbazol. (Wikipedia)

So erkennt ihr die Substanz auf der INCI-Liste: Climbazole

Selendisulfid

Selendisulfid normalisiert die Haut- und Talgbildung, steht aber im Verdacht für Reizungen der Kopfhaut, Verfärbung der Haare, trockene Kopfhaut und sogar Haarausfall verantwortlich zu sein.

So erkennt ihr die Substanz auf der INCI-Liste: Selenium Sulfide, Selenium Disulphide

Saticylsäure

Saticylsäure wird nicht nur zur Bekämpfung von Pilzen auf der Kopfhaut eingesetzt, sondern dient beim Weichlöten als Flussmittel. Als Anti-Schuppen-Wirkstoff fördert sie die Abschilfung der Hautzellen und wirkt daher hornhautauflösend. Diese Eigenschaft macht die Säure zu einem Mittel gegen Schuppenflechte. Die Verwendung als Konservierungsstoff in Lebensmitteln ist umstritten und in vielen Ländern verboten. Auch in der Schwangerschaft sollte der Kontakt mit Saticylsäure vermieden werden. (Wikipedia)

Ketozonazol

Ketozonazol dient ebenfalls der Behandlung von Pilzerkrankungen. In einem Tierversuch wurden Schäden an ungeborenem Nachwuchs festgestellt, höchste Vorsicht ist also geboten. Häufige Nebenwirkungen sind Hautausschläge und Reizungen wie trockene Kopfhaut.

Unser Tipp

Meide die aggressiven Fungizide und verwende lieber ein naturkosmetisches Shampoo gegen trockene Kopfhaut. Damit kaschierst du nicht nur die Symptome sondern bekommst dauerhaft und nachhaltig eine gesunde, schuppenfreie Kopfhaut ohne Juckreiz.