Reinigungsshampoo – Gut für Haar und Kopfhaut?

Reinigungsshampoos werden unter den verschiedensten Namen geführt: Tiefenreinigungendes Shampoo, Cleansing Shampoo, Clarifying Shampoo (klärendes Shampoo), Stripping Shampoo (abstreifendes Shampoo), Purifying Shampoo und Peeling Shampoo. So unterschiedlich sie auch klingen, alle sollen das gleiche bewirken und stark haftende Partikel wie zum Beispiel Stylingreste vom Haarspray und Silikone entfernen. Wie das erreicht werden soll und welchen Effekt die Produkte auf Haut und Haare haben, schauen wir uns in diesem Beitrag an.

So säubern tiefenreinigende Shampoos die Haare

Tiefenreinigende Shampoos haben in der Regel keine Zusatzstoffe und sind auch ohne Silikone, diese sollen mit ihrer Hilfe schließlich entfernt werden. Der Anteil an waschaktiven Aminosäuren und anderen Tensiden ist dafür stark erhöht, damit Silikone, Polyquaternium und andere am Haar haftende Stoffe entfernt werden können. Leider wird bei der Anwendung unvermeidlich auch die Kopfhaut angegriffen, so dass sie austrocknen und Juckreiz entstehen kann.

Reinigungsshampoos, die nicht auf einen erhöhten Gehalt an Tensiden zurückgreifen sind so genannte Peeling-Shampoos. Sie entfernen Silikone und andere Chemikalien durch Abrieb, der von zugesetzten kleinen Körnern verursacht wird. Lavaerde und Natron können zum Beispiel in einem Peeling-Shampoo Verwendung finden.

Allen Reinigungsshampoos ist gemeinsam, dass die Haare danach strohig und trocken aussehen, ebenso kann wertvolle Feuchtigkeit nicht mehr gespeichert werden. Als die Haare noch mit Silikon ummantelt waren konnten sie wertvolle Pflegestoffe nicht aufnehmen, dies wird jetzt in aller Deutlichkeit sichtbar. Dafür wirkt eine pflegende Haarkur oder Spülung jetzt wahre Wunder, denn sie gelangt direkt ans Haar.

Tipp: Wenn du auf ein Shampoo ohne Silikone umsteigen willst, entferne zunächst den vorhanden Silikonmantel mit einem Reinigungsshampoo! So werden alle Nährstoffe des hochwertigen Shampoos von Haut und Haaren aufgenommen.

Das macht ein Cleansing-Shampoo mit gefärbten Haaren

Vor dem Färben sollten die Haare mit einem Cleansing Shampoo gewaschen werden. Durch die fehlende Silikonschicht sowie die aufrauhende Wirkung der Reinigungsshampoos wird die Farbe besser halten und das Colorieren ein besseres Ergebnis hervorbringen. Wurden die Haare nur getönt, kann ein tiefenreinigendes Shampoo wenn gewollt helfen, die Farbe schneller wieder auszuwaschen. Es gibt im Internet Meinungen, die behaupten dies würde auch bei richtig gefärbten Haaren funktionieren. Auf der einen Seite kann ich mir das tatsächlich vorstellen, auf der anderen Seite denke ich, dafür müsste es so häufig angewendet werden und die Einwirkzeit so lang sein, dass von Haar und Kopfhaut nicht mehr viel übrig wäre.

Anwendung

Reinigungsshampoos sind nicht zur täglichen Haarpflege geeignet, da sie das Haar zu stark beanspruchen würden. Je nachdem wie oft Stylingprodukte verwendet werden und ob das tägliche Shampoo Silikone enthält sollte ein tiefenreinigendes Shampoo maximal einmal die Woche verwendet werden.

Das Clearing Shampoo wird ein paar Minuten in Haar und Kopfhaut einmassiert, hier ist allerdings darauf zu achten, nicht zu viel Druck auszuüben. Gründliches Ausspülen ist besonders wichtig, das Wasser sollte ebenfalls nicht zu heiß sein, denn dadurch würden die Haare nochmals beansprucht. Auch auf heißes Föhnen sollte verzichtet werden.

Tipp: Tupfe die Haare lediglich mit einem Handtuch trocken, starkes Rubbeln übt einen zu großen mechanischen Reiz aus.

Die besten Cleaning Shampoos

Wenn du jetzt ein Reinigungsshampoo benutzen möchtest, sei es weil du auf nachhaltige Naturshampoos ohne Zusätze umsteigen, oder weil du deine Haare färben willst, empfehlen wir dir die folgenden Naturkosmetischen.